Hintergründe und Entwicklungsgeschichte der Matrix-Therapie

 

Die Entwicklung der Matrix-Therapie lässt sich nur aus Literaturrecherchen und mündlich überlieferten Informationen zusammenstellen. In der Physiotherapie findet man heute identische Ansätze unter den Begriffen Biomechanische Stimulation (BMS), Rhythmische Neuromuskuläre Stimulation (RNS) oder Matrix-Rhythmustherapie. Die zu Grunde liegenden Theorien und die praktische Umsetzung weisen erhebliche Gemeinsamkeiten auf.

 

Der Ursprung der Matrix-Therapie und ihrer verwandten Verfahren liegt bei den praktischen Erkenntnissen des Wiener Neuropsychologen Hubert Rohracher (Rohracher, Hubert & Inanaga, K.: Die Mikrovibration, 1969, Bern, Huber). Seine Arbeiten über die Muskelvibrationen in den Jahren 1940 bis 1950 stellen die physiologischen Grundlagen der Matrix-Therapie dar.

 

In der Literatur findet man in den 1960er Jahren Berichte von Prof. W. Biermann (Sporthochschule Leipzig) über Versuche: „Einfluss cycloider Schwingungen auf den menschlichen Organismus“. Hier ergaben sich spezielle Frequenz- und Amplitudenfenster, die als besonders gesundheitsfördernd empfunden wurden.

 

Mit der Matrix-Therapie erfolgt eine zellbiologische Regulation im Sinne der Prozessoptimierung (Rhythmus, Zirkulation und Stoffwechsel) auf Zellebene. Dies bildet die Basis für die längerfristige Beseitigung von muskuloskelettalen Beschwerden.

 

Therapieziel

 

Zusammenfassend ergibt sich aus den physiologischen Grundlagen und dem Therapiekonzept als Therapieziel die Normalisierung der muskulären Rhythmik und der Mikrozirkulation im Zelle-Milieu-System und die Verbesserung des Zellstoffwechsels.

 

Bei der Matrix-Therapie wird die rhythmische Mikrobewegung der Muskulatur durch eine externe Stimulation nachgeahmt. Ein Schwingungsapplikator regt die physiologischen Eigenschwingungen der Skelettmuskulatur an. Dabei werden Pulswellen über die Muskulatur in das Milieu gegeben, das die Zellen umgibt. Die Zirkulation und die Reinigung der Zellumgebung werden so in Gang gesetzt. Dadurch werden die Störungen des Zellstoffwechsels sowie die Ansammlung von Stoffwechsel- und Säurerückständen behoben. Es folgt eine Linderung der Schmerzen und Beschwerden.

 

(Quelle: BKK Gesundheitsreport 2010)

 

 

 

Verspannte Muskeln können sich weder funktionell anspannen noch entspannen – die Beweglichkeit ist folglich eingeschränkt.  Da die Muskeln im Verbund arbeiten, führt die Einschränkung in der Funktionalität eines Muskels notgedrungen zu Folgeschäden an anderen Muskeln, die bis hin zu strukturellen Schäden am Organismus reichen kann.

 

Die bei der reiterlichen Nutzung des Pferdes häufig auftretenden Muskelverletzungen sind Folgen einer Überlastung bestimmter Körperregionen, der wie ein Verspannungssystem aufgebaut ist. Ständige Überbeanspruchung auf der einen Seite haben Kompensationshaltung und Bewegungsmuster auf der anderen Seite zur Folge.

 

Während des Heilungsvorganges bildet der Körper neues Bindegewebe, das u. a. unregelmäßig quer durch die Gewebsschichten verteilt wird. Diese Art von Narbengewebe verringert Zugfestigkeit, Elastizität und somit uneingeschränkte Funktionalität von Muskeln, sowie dem kompletten faszialen Gewebe, also auch Sehnen und Bänder.

 

Der Einsatz der NeuroStim® Behandlung kann dabei zur Optimierung dieser Heilungs- und Erholungsphasen eingesetzt werden, um Muskelverspannungen und Faszienverklebungen frühzeitig zu lösen und Kompensationshaltungen vorzubeugen. Das garantiert einen gleichmäßigen Muskelaufbau, eine gezielte Optimierung des physiologischen Bewegungsmusters.

 

Komplementärer Einsatz mit NeuroStim® :

 

  • Präventiv zur Gesundheitsförderung und Wellness
  • zur Entspannung in den Trainingsphasen
  • bei Muskelproblemen durch Sportverletzungen
  • Muskelatrophien, Myopathien
  • Sehnen- und Bänderverletzungen
  • Wirbelsäulenmobilisation
  • Triggerpunkt-Behandlungen
  • Akupressur
  • Hämatome
  • vegetative Erkrankungen
  • Neuralgien
  • Narbenkontrakturen
  • Aktivierung der zellbiologischen Regulation
  • u.v.m.

 

(Quelle: Fa. Overo)

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter

www.overo.de

https://overo.de/de/behandlungsprinzip/